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Niederdeutsche Forschungen für die Praxis



Das erste Heft: So snackt wi in de Probstee

Thema Plattdeutsch: Heißt es "wi hebben jem sehn", "wi hebbt jüm sehn", "wi hebbt ju sehn" und wo sagt man eigentlich "i" statt "ji"? Und wie ist es denn heutzutage? Sagt man da in dieser oder jener Region wirklich noch "faken" und "vundaag", oder heißt es inzwischen "oft" und "hüüt"?

 

Die Universitäten haben die Erforschung der niederdeutschen Mundarten in den vergangenen Jahrzehnten leider vernachlässigt. Aktuelle Lehrmaterialien und Grammatiken, die die Besonderheiten der einzelnen modernen Mundarten genügend berücksichtigen, sind rar. Wohl existieren vereinzelt Lehrmaterialien, aber die präsentieren häufig ein Niederdeutsch, das nicht zur jeweiligen Region passt, oder nicht mehr zum Platt, wie es heutzutage gesprochen wird.

 

Die NIEDERDEUTSCHE FORMENLEHRE soll helfen, diesen Mangel etwas auszugleichen. Sie richtet sich an Lernende des Niederdeutschen ebenso wie an geübte Sprecher, die in der Region aufgewachsen sind und nur gelegentlich etwas nachschauen wollen.

 

Inzwischen sind im Plaggenhauer-Verlag die ersten drei Hefte der NIEDERDEUTSCHEN FORMENLEHRE erschienen. Heft I präsentiert das Formeninventar des gegenwärtigen Probsteier Platts und bezieht sich damit auf das Sprachgebiet rund um Schönberg auf dem östlichen Ufer der Kieler Förde. Heft II bezieht sich auf das sogenannte i-Gebiet und präsentiert die niederdeutsche Mundart der Schleswigschen Geest sowie Flensburgs und Angelns. In Heft III geht es um das Niederdeutsch, wie es auf den nordfriesischen Inseln sowie dem Festland gesprochen wird, einschließlich einiger Bemerkungen zum Raum zwischen Husum und Eider.



Heft II: So schnacken wi twischen Flensburg un Schleswig